Archiv für die Kategorie „Einzelhandel“

Einmal Weltall hin und zurück bitte

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Penny Österreich bietet jetzt etwas ganz außergewöhnliches an: ein Flug ins Weltall. Inklusive Training, Hotel, Flug und allem drum und dran wird der Spaß laut Lebensmittel Praxis nur 210.000 Euro kosten. “Beachten Sie bitte, dass das Fliegen in einem Shuttle andere Risiken darstellt als bei einem Linienflug. Deshalb muss vor der Durchführung des Erlebnisses ein Haftungsausschuss unterzeichnet werden” (Zitat Penny-Reisen-Seite). Also das ideale Geschenk für die Schwiegermutter ;)

Wer soll das ahnen?

Montag, 19. Oktober 2009

Da ist diese Woche ein Artikel bei uns in der Werbung, von dem wir in den letzten vier Wochen ganze 4 Stück verkauft haben. Und auch in der Zeit davor lief der Artikel eher mäßig, ums mal vorsichtig auszudrücken. Der Artikel ist nicht das erste Mal in der Werbung und jedesmal, wenn er zu dem Preis im Prospekt stand wie diese Woche, hat man an den Verkäufen nicht gemerkt, dass er beworbe wurde. Bei so einem Artikel wird natürlich dann nicht ein riesiger Vorrat ins Lager gestellt. Das Regal war heute morgen voll und das reicht normal trotz Werbung eine ganze Woche. Wie sollte es anders sein: vormittags war schon alles weg und den ganzen Tag wurde man Beschimpft, dass man davon nix da hat.

Fleisch beim Buchhändler

Montag, 19. Oktober 2009

Bei Amazon.de soll es laut Lebensmittel-Praxis bald Frischfleisch zu kaufen geben. Hoffentlich wird nicht mit DHL versandt. Frischfleisch an die Packstation schicken lassen und dann erst eine Woche später abholen ;)

Bio

Sonntag, 11. Oktober 2009

Der klassische Bio-Käufer (Wollpulli, Jesuslatschen, leicht alternativ angehaucht) wird immer mehr vom Genusskunden (legt Wert auf Geschmack und Genuss der Artikel) verdrängt. Das merke ich nicht nur, wenn ich mir anschaue, wer alles Bio-Produkte kauft. Das merke ich auch an mir selber. Denn bei mir landen auch Bio-Artikel im Einkaufskorb – und das mit steigender Tendenz. Dabei bin ich gar nicht mal so sehr ökologisch eingestellt, dass ich nur Bio-Artikel kaufe. Ich probiere aus und wenns schmeckt und der Preis in Ordnung ist, kaufe ich auch dauerhaft diesen Bio-Artikel.

Was mich bei einigen Produktkategorien vom Bio-Kauf derzeit noch abhält sind die eher speziellen Rezepturen. Ich würde ja gerne eine Konfitüre in Bio-Qualität kaufen, nur bekommt man dort in der Regel nur irgendwelche Mischungen, die mir nicht zusagen. Ich steht da eher auf Konfitüren mit einer Frucht/Obst-Sorte (z.B. nur Erdbeer und nicht Erdbeer-Apfel). Auch beim Brot stört mich, dass dort scheinbar nur Vollkorn-Varianten angeboten werden. Ich würde ja gerne Bio-Toastbrot kaufen, nur mag ich Vollkorntoast nicht so gerne.

Ich denke das ich da nicht alleine bin und wenn die Hersteller sich auch Produkte für den “normalen” Kunden anbieten würden, dann würde der Bio-Anteil an den Lebensmitteln noch weiter steigen.

Inventur naht

Freitag, 9. Oktober 2009

Bei uns im Markt ist nächste Woche wieder eine Inventur dran. Heute nichts aufregendes mehr, schließlich läuft vieles recht einfach dank technischer Hilfsmittel ab. Als Schüler hab ich selbst als Inventuraushilfe in einem Supermarkt etwas Geld verdient (gabs immer am gleichen Tag Bar auf die Kralle). Da war das alles noch viel aufwändiger. Jeder hat ein Klemmbrett und eine Liste bekommen und durfte dann eintragen “Katzenfutter 0,99 16x…”. Das war dann auch noch die Zeit, als an der Ladentür ein Schild mit “Samstag ab 12 Uhr wegen Inventur geschlossen” hing.

Heute wird während der Öffnungszeiten gezählt, jeder Zähler hat ein MDE-Gerät in der Hand und scannt einfach die Artikel ab und gibt die Anzahl ein. Wo man früher ewig auf das Inventurergebnis warten musste, hat man dies heute zumindest grob schon binnen kürzester Zeit.

20 Jahre Langer Donnerstag

Freitag, 9. Oktober 2009

Vor etwas mehr als 20 Jahren gab es den ersten “Langen Donnerstag”. Heute mag man drüber lächeln, aber damals haben die Geschäfte noch um 18:30 geschlossen (es sei denn es war Samstag, da war dann schon früher zu). Als das ganze losging war ich 9 und hab meine Mutter dann Donnerstags nur morgens vor der Schule gesehen. Abends musste ich dann schon ins Bett bevor sie zuhause war. Inzwischen ist so ein Problem Alltag im Handel geworden. Vermutlich würden wir alle verhungern und hätten nur noch Lumpen als Kleidung, wenn ab sofort die Läden Werktags um 18:30 schließen würden (mittwochs ist nachmittags zu) und Samstags  um 14 Uhr schon zu wär.

Übrigens hab ich heute im Radio gehört, dass der Donnerstag noch heute der umsatzstärkste Tag in der Woche sein soll. Die Branche wurde leider nicht dazu gesagt, aber ich mag das auch einfach mal für den ganzen Einzelhandel bezweifeln. Im Lebensmittelhandel ist Samstags der wichtigste Tag der Woche, und wenn ich mir die Innenstädte so ansehe, dann ist dort auch in der Regel am Wochenende am meisten los (es sei denn Heiligabend ist ein Donnerstag, dann ist mal Mittwochs am meisten los ;) )

Unnötige Arbeit?

Freitag, 2. Oktober 2009

Wenn man einen Ladendieb schnappt und die herbeigerufene Polizei bei der Feststellung der Identität des Diebs feststellt, dass dieser bereits richterlich gesucht wird, dann macht es eigentlich kaum Sinn, sich große Mühe bei der Ladendiebstahlsstrafanzeige zu geben (in diesem Fall detailiert darlegen, dass die geklaute Ware aus unserem Markt stammt). Das Diebstahlsverfahren wird eh eingestellt, da der Dieb in einem anderen Verfahren eine weitaus höhere Strafe zu erwarten hat. Naja, immerhin hat man seine Pflicht getan und versucht zumindest, ihn nicht ungeschoren davonkommen zu lassen.

Kreuzkraut

Mittwoch, 30. September 2009

Nachdem vor ein paar Wochen Kreuzkraut in einer Packung Rucola gefunden wurde, ist jetzt welches in einer Packung Feldsalat aufgetaucht. Da wird man wohl in nächster Zeit keinen Feldsalat mehr in den Geschäften finden, so wie es auch beim Rucola war.

Für den Preis…

Dienstag, 29. September 2009

…krieg ich die aber noch entsteint!” war eine wohl ernstgemeinte Aufforderung einer Kundin, nachdem Sie mehrere Kilo Zwetschgen zum attraktiven Angebotspreis gekauft hatte. Das sie die Ware zu dem Preis in der Woche in keinem Markt in der Umgebung günstiger bekommt und wir kaum was dran verdienen interessiert wohl nicht.

Manch ein Kunde meint auch, dass er nur einen Preis eines Mitbewerbers nennen muss und schon gibt es den Preis bei uns auch. Das geht natürlich nicht, denn dann würde man nur noch zu Werbepreisen verkaufen und von Luft und Liebe leben. Dazu sinken die Chancen für einen Preisnachlass natürlich noch rapide, wenn der genannte Preis offensichtlich ein Phantasiepreis ist (statt 5,99 nur 1,99 für einen Markenartikel).

Tabak-Päckchen

Dienstag, 29. September 2009

Es gibt Artikel, die werden sehr gerne geklaut. Dazu gehören gewisse Spirituosen wie z.B. Jägermeister, Rasierklingen, manche Kaffeesorten, hochwertige Cremes und auch Tabak-Päckchen. Aufgrund massiver Diebstahlsproblematik haben wir uns bei uns im Markt jetzt dazu entschieden, diese 40g-Tabak-Packungen nur noch durch das Kassenpersonal direkt zu verkaufen (vorher im Tabakständer an der Kasse in Selbstbedienung). Leider war eine Kassiererin noch nicht davon unterrichtet und hat die Packungen dahin geräumt, wo sie immer lagen. Bilanz nach 6 Stunden: 19 Stück geklaut.

Ich bin mir bewusst, dass sich bei solchen Maßnahmen auch die ehrlichen Kunden verdächtigt fühlen und dass man so vielleicht auch weniger verkauft. Nur ist der Schaden halt dermaßen hoch, dass die Alternative wäre, diese Artikel gar nicht mehr zu verkaufen.

Der Shopblogger aus Bremen ist sogar dazu übergegangen und verkauft bestimmte Kaffeesorten nur noch aus einer verschlossenen Vitrine. Bei uns im Markt sind gewisse Spirituosen in einer Glasvitrine eingeschlossen. Wenn mich ein Kunde fragt, warum nun diese eine Sorte für 9,99 EUR eingeschlossen ist, der Champagner für 39,99 aber offen im Verkauf steht, dann bin ich immer so ehrlich und erkläre warum. Den Champagner klaut einfach niemand (gibt wohl keinen Schwarzmarkt dafür).